Frauen verpacken Süßes, verkaufen große und kleine Brötchen, machen sauber und beziehen Betten, organisieren Banketts, schreiben Rechnungen und untersuchen Lebensmittel... In Hotels und Gaststätten, im Lebensmittelhandwerk und in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sind rund 95.000 Frauen Mitglied in der Gewerkschaft NGG.
Soviel sie auch in ihren beruflichen Tätigkeiten unterscheidet, eines verbindet sie: Sie wollen mit der Gewerkschaft NGG ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen stärken.
Ob im Betriebsrat, den NGG-Frauen-Netzwerken (Frauenausschüssen der Regionen, der Landesbezirke oder dem Bundesfrauenausschuss), in den Tarifkommissionen oder in den NGG-Vorständen: Sie mischen sich ein und überlassen nichts dem Zufall. Sie haben Erfahrung und Kompetenz, sie sind Expertinnen - und das nicht nur in eigener Sache.
Bild: DGB
Der Internationale Frauentag am 8. März 2010 steht unter dem Motto „Kurs halten! Gleichstellung“, denn die Gleichstellung von Frauen und Männern ist keine Aufgabe für bessere Zeiten, sondern Teil der Lösung zur Überwindung der Wirtschaftskrise und trägt langfristig auch zu Wachstum, Beschäftigung und sozialen Zusammenhalt bei.
Die NGG-Frauen sehen vor allem in den Handlungsfeldern eigenständige Existenzsicherung, Entgeltgleichheit und Gleichstellung im Betrieb/Gute Arbeit in Verbindung mit den anstehenden Betriebsratswahlen ihre Schwerpunkte, die in zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen vor Ort Thema sein werden.
Bestellung von Materialen über die NGG-Regionen.
Das NGG – Buch voll engagierter Frauen mit dem Titel „Habt Ihr keine Männer?“ ist im Herbst 2007 in den Handel gekommen.
„Die Antwort auf die im Titel dieses Buches gestellte Frage lautet: natürlich gibt es auch Männer in der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), aber in diesem Buch stellen sich die Frauen in den Vordergrund. Denn die NGG ist eine „Frauengewerkschaft“, was nicht immer so war.“ So beginnt das Vorwort von Franz-Josef Möllenberg und Michaela Rosenberger. Im Buch werden in 42 Geschichten Frauen aus Handwerk und Industrie, kleinen und großen Unternehmen, multinationalen und ehemals volkseigenen Betrieben porträtiert.
Welche Sternstunden haben sie erlebt? Wo wurde die Strecke mühsam, und wann ging es schnell voran? Welche Herausforderungen waren zu meistern? Und wer hat ihnen Steine in den Weg gelegt, weil sie Frauen waren? Oder weil sie sich für Frauenpolitik einsetzen?
Die Geschichte von Irmtraud Zima – uns allen besser bekannt als Emma Zima – ist ein Stück Zeitgeschichte: von den Berliner Frauen, die aus der geteilten Stadt mit dem Bus über die Grenze fuhren und „Seminar machten“. Im Dezember 2009 wird Emma 65 Jahre alt. Alles Gute!
17. DGB-Bundesfrauenkonferenz
NGG-Delegierte auf der Bundesfrauenkonferenz des DGB
Auf der DGB-Bundesfrauenkonferenz vom 14. bis 16. Januar 2010 in Berlin verabschiedeten 128 Delegierte unter anderem Anträge zur eigenständigen Existenzsicherung von Frauen, Maßnahmen gegen prekäre Beschäftigung, die Abschaffung von Minijobs, die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes, eines Gleichstellungsgesetzes in der Privatwirtschaft sowie eine Frauenquote in Aufsichtsräten. Außerdem sprachen sie sich für die Beibehaltung des Stimmrechts der Frauenvertreterin in den DGB-Vorständen aus. Eingeleitet wurde die Konferenz durch die Fachkonferenz „Wer ernährt die Familie?“
Die frauenpolitische Initiative „ICH BIN MEHR WERT!“ ist eine Aktionsplattform für Akteurinnen in der Frauen- und Gleichstellungspolitik. Zusammen mit den Mitgliedsgewerkschaften und weiteren Frauenverbänden setzt sich der DGB damit konkret für Frauen am Arbeitsplatz ein. Thema der Initiative ist der Dreiklang aus Entgeltgleichheit, Karrierechancen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „ICH BIN MEHR WERT!“ ist eine Einladung an alle Frauen, mit vielfältigen Aktionen der Politik, den Unternehmen und der Öffentlichkeit zu sagen, was sie wollen.
Link zum DGB www.dgb-frauen.de
Informationen zur Abschlussveranstaltung am 6. März 2009 in Düsseldorf:
www.dgb-frauen.de/aktuell/termine